GASAG-Vorstandsvorsitzender Holtmeier zur Bedeutung von Gas für die Energiewende.

Gerhard Holtmeier, Vorstandsvorsitzender der Gasag AG, hält Gas für unverzichtbar für die Energiewende. In einem Interview mit dem Tagesspiegel sagt er, dass eine CO₂-freie Wirtschaft und Gesellschaft nur mit der Gaswirtschaft geht. Gas ist energieeffizient, preiswert, klimaschonend und reichlich vorhanden, so Holtmeier. Schon heute könne bis zu einem Fünftel Wasserstoff ins Leitungsnetz gegeben werden.

Was die Mobilität angeht, kritisiert der Gasag-Chef, dass die Politik in Elektromobilität die einzige Lösung sieht. Nur elektrisch könne die Energiewende nicht gelingen, auch nicht auf der Straße. „Ein Erdgasbus ist deutlich günstiger als ein Elektrobus, und wenn der mit viel Biogas fährt, haben wir fast Klimaneutralität, reduzieren den Feinstaub um 98 Prozent und haben deutlich weniger Lärm.“ Das Potenzial durch Wasserstoff mit Erdgas als Vorprodukt sei riesig.

Die Gasag hat laut Holtmeier genügend Biogas für 100 BVG-Busse. Es fehle aber politisch noch an der Bereitschaft, auch auf diese Technologie zu setzen.

Power-to-Gas soll künftig verhindern, dass Windräder in Brandenburg abgeschaltet werden, wenn der Strom nicht gebraucht wird. Hier könne der Gasag-Gasspeicher im Grunewald als „Batterie“-Speicher ins Spiel kommen. Um den Speicher weiter zu nutzen, sind allerdings Investitionen von rund 40 Mio. Euro erforderlich. Die Gasag  verhandelt darüber bereits mit der EU-Kommission und der Bundesregierung. 

Interview im Tagesspiegel

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