Bau- und Sanierungskosten begrenzen!

Wie lassen sich Klimaschutzanforderungen an die Immobilienwirtschaft zu vernünftigen Kosten realisieren?

Fachtagung am 11.05.2016

Stadt, Wohnungswirtschaft und auch private Gebäudeeigentümer stehen vor der Aufgabe, ausreichend neuen und zugleich klimagerechten Wohnraum zu schaffen sowie den Gebäudebestand umfassend energetisch zu sanieren. Dies kann in einer Mieterstadt nur gelingen, wenn die Kosten für Neubau und Sanierung begrenzt werden.

Die hiermit verbundenen Fragen und Lösungsansätze wurden auf der Veranstaltung des NETZWERK ERDGAS am 11. Mai in der WERKSTATT auf dem EUREF-Gelände thematisiert – mit interessanten Ergebnissen
In einem Überblicksvortrag wurde die Kostenentwicklung von Komponenten des energieoptimierten Bauens und Sanierens in den Kontext der allgemeinen Baukostenentwicklung gestellt.

Videodokumentation der Fachtagung

 

 

 

 

 

 

Michael Neitzel

Die Vorträge im Rückblick.

Ergebnisse der Baukostensenkungskommission.

Michael Neitzel, Vorsitzender der Baukostensenkungskommission und Geschäftsführer des InWIS-Forschungsinstituts, stellte fest, dass es sehr wohl Kostensteigerungen im Bereich energetischer Komponenten gibt. Andere Faktoren wie Grundstückspreise, Stellplatzkosten und Brandschutzauflagen würden aber erheblich stärker zur Dynamisierung der Baukosten beitragen. Diese Ansicht wurde – bei aller Kritik an staatlich vorgegebenen Energiestandards – auch vom Haus & Grund Sprecher Dieter Blümmel im Rahmen der Podiumsdiskussion geteilt, der insbesondere die aktuellen Berliner Brandschutzauflagen kritisierte.

Ingo Malter

Praxisbericht der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH.

Ingo Malter, Geschäftsführer der Stadt und Land, gab einen Einblick in die Projektpraxis bei der Begrenzung energiebezogener Bau- und Sanierungskosten. Hier spielt z.B. die Nutzung der Kraft-Wärmekopplung eine wichtige Rolle, da sie im Kontext der EnEV reduzierte Anstrengungen bei kostenintensiven Maßnahmen an der Gebäudehülle ermöglicht.

Ulrich Paschke

Kostensenkung durch Contracting?

Dass moderne Energiedienstleistungsangebote ganz differenziert zur Kostensenkung beitragen können, wies Ulrich Paschke von der GASAG-Contracting nach. Hier stünde eine Vielzahl von Dienstleistungen bereit, die dazu dienen, CO2-Minderungseffekte zu reduzierten Vermeidungskosten zu realisieren.

Podiumsdiskussion:

Wohnungen kostengünstig neu bauen und sanieren in Berlin: Wie weiter mit Energieeffizienz und Klimaschutz?

Die abschließende Podiumsdiskussion mit intensiver Publikumsbeteiligung verdeutlichte einerseits die unterschiedliche Interessenlage von Mietern, Vermietern und Energiedienstleistern. Sie machte aber andererseits auch deutlich, dass es durchaus gemeinsame Interessen gibt, die politisch artikuliert werden könnten. Hierzu zählt die generelle Forderung nach einer Vereinfachung staatlicher Regeln und Normen. Nicht abschließend ausdiskutiert werden konnte das Spannungsfeld zwischen der einerseits geforderten Technologieoffenheit und dem andererseits bestehenden Bedarf nach einer Koordination von Versorgungsstrukturen beispielsweise auf Quartiersebene. Hierdurch ließen sich z.B. über BHKW-Lösungen erhebliche Synergien heben.

Rainer Knauber, Dieter Blümmel, Reiner Wild, Dr. Jörg Lippert, Moderation Johann Behrends

Reiner Wild, Dr. Jörg Lippert, Moderation Johann Behrends


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