Ein Energieträger mit Zukunft.

Erdgas ist schon seit vielen Jahren ein elementarer Bestandteil der Wärmeversorgung in Deutschland. Der Energieträger wird durch das insgesamt 530.000 Kilometer lange Gasnetz fast flächendeckend in zahlreiche deutsche Haushalte transportiert und sorgt dort für wohlige und komfortable Wärme und für warmes Trinkwasser.

Lange Jahre wurde noch sogenanntes Stadtgas durch die Leitungen der Gasnetze in Deutschland transportiert, das überwiegend aus der Vergasung von Kohle gewonnen wurde. Seit den 60er Jahren wurde die Stadtgasversorgung in Europa nach und nach auf Erdgas umgestellt. Berlin erfuhr diese Umstellung übrigens erst relativ spät: ein Ergebnis unter anderem der langen Teilung der Stadt.


Jede zweite Wohnung wird mit Erdgas warm.

Heute werden in Deutschland nach einer aktuellen Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) 19,3 Millionen Wohnungen mit Erdgas beheizt. Das entspricht einem Anteil von 47,8 %. Etwa die Hälfte der deutschen Wohnungen wird also mit Erdgas warm. Die häufigste Form der Nutzung ist die Erdgas-Zentralheizung: Mit ihr werden insgesamt 36,1 % aller Wohnungen in Deutschland beheizt.

Erdgas ist also der mit weitem Abstand am häufigsten genutzte Energieträger, wenn es um die Beheizung von Wohngebäuden geht. Gründe hierfür liegen in der leichten Verfügbarkeit über das gut ausgebaute Gasnetz besonders im urbanen Raum, im hohen Komfort der Erdgasheizsysteme und zunehmend auch in der guten Kombinierbarkeit der Erdgasheizungen mit erneuerbaren Energien, zum Beispiel in Form der Kombination aus Erdgas-Brennwertheizung und Solarthermie.


Wenig CO2, fast kein Feinstaub, geringe Heizkosten.

Unter den fossilen Energieträgern ist Erdgas derjenige mit den geringsten CO2-Emissionen. Außerdem entsteht bei der Verbrennung in Erdgasheizungen fast keinerlei Feinstaub. Und eine neue Erdgas-Brennwertheizung kann gegenüber einer konventionellen Heizung bis zu 30 Prozent der Heizkosten einsparen.

Der Anteil von Erdgas im Wärmemarkt wird mittel- und langfristig konstant bleiben oder sogar zunehmen. Erstens werden nach wie vor zahlreiche ältere Öl-Heizungen durch Systeme ersetzt, die Erdgas als Energieträger nutzen. Zweitens ist Erdgas auch in Neubauten der bevorzugte Brennstoff, denn der Energieträger dient inzwischen vielen innovativen Heizsystemen als Antrieb, zum Beispiel der Gaswärmepumpe, der Strom erzeugenden Heizung oder der Brennstoffzelle


Erdgas aus erneuerbaren Quellen.

Außerdem verändert sich auch der Energieträger selbst: Mit dem klimaneutral erzeugten Bio-Erdgas steht bereits eine klimaschonende Variante bereit, die aus nachwachsenden Rohstoffen wie Energiepflanzen oder landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen wird. Mit Power-to-Gas steht eine weitere innovative Technologie zur Verfügung: Dabei wird mit Hilfe überschüssigen regenerativen Stroms Wasserstoff erzeugt, der direkt ins Erdgasnetz eingespeist und genutzt bzw. zu synthetischem Erdgas aufbereitet werden kann.

Wie entsteht Bio-Erdgas?

Mit dem klimaneutral erzeugten Bio-Erdgas steht ein Energieträger zur Verfügung, der dieselben Eigenschaften besitzt wie normales Erdgas. Wie Bio-Erdgas entsteht und wie vielseitig es sich verwenden lässt, erfahren Sie im Netzwerk Erdgas.
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