Erneuerbares Erdgas vom Acker.

Erdgas wird schon seit einiger Zeit selbst aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Bio-Erdgas zum Beispiel stammt aus nachwachsenden Rohstoffen, aus organischen Abfällen (Biomüll) oder aus landwirtschaftlichen Reststoffen. Im Berliner Umland – zum Beispiel in Barsikow, Rathenow, Nauen oder Schwedt – sind in den letzten Jahren zahlreiche Anlagen entstanden, in denen Biogas erzeugt wird. Die NBB wirkt bei der Aufbereitung dieses Biogases zu Bio-Erdgas mit, speist es ins Netz ein und transportiert die klimaschonende Energie zu den Verbrauchern.


Bio-Erdgas-Anlage in Barsikow.

Energie aus nachwachsenden Rohstoffen.

Biogas ist ein Naturprodukt. Es entsteht bei der Vergärung von organischen Substanzen unter Ausschluss von Sauerstoff und Licht. Die Rohstoffe werden in großen Stahlbottichen, sogenannten Fermentern, von Mikroorganismen zersetzt. Das dabei produzierte Gas wird in dehnbaren Folienhauben oben im Fermenter gesammelt und anschließend getrocknet, gereinigt und entschwefelt. Dadurch erhöht sich der Methangehalt von vormals zwischen 40 und 75 auf 96 Prozent. Dieses Produkt wird als Bio-Erdgas bezeichnet.

Bio-Erdgas besitzt dieselbe chemische Qualität wie normales Erdgas und kann ohne weiteres in Heizungsanlagen, für die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom in Blockheizkraftwerken oder zum Betrieb von Erdgasfahrzeugen eingesetzt werden.

Zahlreiche Gashändler bieten Ihren Kunden Bio-Erdgas-Beimischungen oder auch einen 100-prozentigen Bezug von Bio-Erdgas an. Bei einer Verwendung von reinem Bio-Erdgas in einem BHKW oder in einem Erdgasauto ist der Energieträger nahezu CO2-neutral.


Zukunftsträchtig: Synthetisches Erdgas.

Mit synthetischem Erdgas wird in den nächsten Jahren ein weiterer nahezu klimaneutraler Energieträger auf den Plan treten, der die Stromnetze entlastet und die Einbindung erneuerbarer Energien in den Wärmemarkt fördert. Denn zur Herstellung dieses Gases kann beispielsweise überschüssiger Windstrom verwendet werden, der heute noch zu Niedrigpreisen auf dem Markt angeboten werden muss.

Bei dem Power-to-Gas genannten Verfahren wird mithilfe des überschüssigen Windstroms Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten. Der Wasserstoff kann direkt oder nach einer Aufbereitung zu synthetischem Erdgas ins Erdgasnetz eingespeist werden. Erste Testanlagen sind bereits in Betrieb. Erdgas wird also auch im Energiemix der Zukunft eine tragende Rolle spielen.

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