Strommix ändert sich zugunsten von Erdgas und Erneuerbaren.

Erdgas und erneuerbare Energien erzeugten von Juni bis August 2019 zusammen 68,7 TWh Strom und damit fast 60 Prozent des deutschen Stroms. Das meldet die Brancheninitiative Zukunft Erdgas e.V. auf Basis von Zahlen des Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE).

Die deutschen Gaskraftwerke produzierten in dem Zeitraum 13,5 TWh Strom. Sie verzeichnen damit unter allen Energieträgern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den größten Zuwachs. Ihre durchschnittliche Auslastung ist im gleichen Zeitraum auf knapp über 20 Prozent gestiegen.

Deutlich weniger Strom als im Sommer 2018 erzeugten hingegen Kohlekraftwerke. Die Produktion der Braunkohlekraftwerke ist mit 23,2 TWh um über 32 Prozent gesunken. Steinkohlekraftwerke erzeugten über 47 Prozent weniger Strom.

Zukunft Erdgas e.V. führt die Verschiebungen im Strommix unter anderem auf den höheren CO₂-Zertifikatepreis zurück. Er lag im Juli 2018 noch bei rund 15 Euro pro t, ein Jahr später zeitweise bei 29 Euro pro t. Emissionsarme Gaskraftwerke profitierten davon, dass ineffiziente Kohlekraftwerke so aus dem Markt gedrängt wurden. Hinzu kamen niedrige Gaspreise. Zugleich blieb der Börsenstrompreis mit 40 Euro pro MWh auf einem niedrigeren Niveau als im Jahr zuvor.

Meldung der Initiative Zukunft Erdgas e.V.

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