Privathaushalte heizen vor allem im Westen mehr: Erdgas hilft Heizkosten zu senken.

Die deutschen Privathaushalte haben im Jahr 2018 klima- und witterungsbereinigt rund zwei Prozent mehr Heizenergie verbraucht als im Vorjahr. Das zeigt der „Wärmemonitor 2018“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin). Im Gegensatz zu den gestiegenen Preisen für Heizöl sanken im Vergleich zu 2017 die Kosten für Erdgas.

Aufgrund stagnierender Energiekosten haben sie auch entsprechend mehr bezahlt.

Die DIW-Ökonomen haben errechnet, dass der Heizenergiebedarf pro Quadratmeter seit 2015 um rund sechs Prozent gestiegen ist und nun sogar wieder das Niveau des Jahres 2010 übersteigt.

Zugleich lag er im Westen 2018 um gut sieben Prozent höher als im Osten. Nach Bundesländern ist der Bedarf im Saarland am höchsten und in Mecklenburg-Vorpommern am niedrigsten. Das liegt laut DIW Berlin auch daran, dass in den Jahren nach der Wende sehr viele Mehrfamilienhäuser in den neuen Bundesländern energetisch saniert wurden.

Die Kosten für das Heizen mit Öl stiegen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent stark an. Nur aufgrund des im selben Zeitraum um vier Prozent gesunkenen Erdgaspreises stagnierten die deutschlandweiten Heizkosten 2018 im Vergleich zu 2017. Laut DIW ist eine weitere Steigerung der Heizölpreise für Endverbraucher wahrscheinlich, da sie sich erst mit Verzögerung niederschlagen.

Der Wärmemonitor basiert auf Heizkostenabrechnungen von 300.000 Mehrfamilienhäusern in Deutschland, erstellt vom Energiedienstleister ista Deutschland GmbH. Erstmals wurden für einen Teil der Gebäude auf Basis von Energieausweisen die langfristige Entwicklung bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden untersucht.

Meldung des DIW

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