Machbarkeitsstudie zum Berliner Kohleausstieg: Neues Gas-KWK soll Kohlekapazitäten ablösen.

In Berlin ist der Kohleausstieg bis spätestens 2030 technisch und zu preiswürdigen Kosten machbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Machbarkeitsstudie der BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH. Mit der Machbarkeitsstudie wurde ein neues Erzeugungskonzept für eine erfolgreiche, klima- und verbraucherfreundliche Wärmewende bei gleichzeitig hoher Versorgungssicherheit vorgelegt.

Die aktuellen Heizkraftwerksstandorte Reuter West und Moabit können demnach zu nachhaltigen Energie-Verbundstandorten entwickelt werden. Neue hocheffiziente, modulare Gas-KWK-Konzepte rund 60 Prozent zum Ersatz der Kohle beitragen, heißt es in der Machbarkeitsstudie. So könnte in neues gasgefeuertes hybrides KWK-Konzept am Vattenfall-Heizkraftwerksstandort Reuter eine hochflexible Gas-KWK-Anlage mit variabler Feuerungsmöglichkeit (Erdgas, erneuerbarer Gasmix, Wasserstoff), einer Rauchgaskondensationswärmepumpe, einen Wärmespeicher und eine Power-to-Heat-Anlage beinhalten. Das Heizkraftwerk Moabit könnte auf nachhaltige Biomasse umgestellt werden.

Um die langfristige Dekarbonisierung zu erreichen, müssen auch nach 2030 zusätzliche Potenziale zur klimaneutralen Fernwärmeerzeugung erschlossen und die Brennstoffbasis für die bis 2030 neu errichteten Gas-KWK-Anlagen so verändert werden, dass auch die Nutzung von fossilem Gas enden kann.

Meldung der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Zusammenfassung der Machbarkeitsstudie

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