geea entwirft Plan für Gebäude-Energiewende.

Die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) hat einen Maßnahmenkatalog für die Energiewende im Gebäudebereich vorgelegt. Deutliche Fortschritte sind vor allem bei der Förderung, dem Ordnungsrecht sowie bei der Beratung und Kommunikation nötig. Eine Klimaziellücke von 15 Mio. t CO₂-Äquivalenten im Gebäudesektor aber bleibt. Das Tempo im Gebäudesektor müsse erhöht werden, ansonsten drohen hohe Kosten für Ausgleichszahlungen.

So fordert die geea die steuerliche Absetzung von Sanierungsmaßnahmen, verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für Abnutzung sowie mehr Förderung für Einzelmaßnahmen, Effizienzhäuser und Nichtwohngebäude. Zudem sollten auch neue Technologien und Pilotprojekte verstärkt gefördert werden.

In puncto Kommunikation fordert die geea eine auf zehn Jahre angelegte Beratungsoffensive für Wohn- und Nichtwohngebäude. Hinzu kommen die Einrichtung eines Gebäudeexpertenzentrums sowie eine Informationskampagne zum Energiespar-Contracting.

Beim Ordnungsrecht sollten die energetischen Anforderungen an Neubauten erst und nur gegebenenfalls ab 2025 angepasst werden. Die bestehenden Anforderungen an Bestandsgebäude sollten jedoch konsequenter durchgesetzt werden. Ein hydraulischer Heizungsabgleich sollte bei bestimmten Anlässen verpflichtend werden.

Von den skizzierten Maßnahmen verspricht sich die geea im Wärmesektor eine zusätzliche CO₂ Reduzierung um 13 Mio. t bis 2030. Der Handlungsbedarf im Gebäudebereich bliebe gewaltig, auch wenn der Sektor seit 1990 bereits 40 Prozent seiner Treibhausgasemissionen reduziert habe, so Andreas Kuhlmann, geea-Sprecher und Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena). Die Klimaziellücke in Höhe von 15 Mio. t CO₂ müsse eine Diskussion über weitere Optionen anstoßen.

Meldung der geea
Maßnahmenpaket der geea und Infografiken

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