Gebäudesanierung: Seehofer äußert sich positiv über steuerliche Abschreibemöglichkeit.

In einem Interview mit der Rheinischen Post hat Bundesinnenminister Horst Seehofer eine steuerliche Abschreibung energetischer Gebäudesanierung in Aussicht gestellt. Mit Blick auf die geforderte Besteuerung von CO₂-Emissionen sagte der ehemalige bayerische Ministerpräsident, dass es eher an der Zeit wäre, die Steuerlast zu reduzieren. Eine Steuerreduktion in Höhe von ein bis zwei Mrd. Euro könnte schrittweise über die verschiedenen Abschnitte Fenster, Heizung und Dach erfolgen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) begrüßte den Vorstoß.

Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) befürwortet die Einführung einer steuerlichen Abschreibung für energetische Gebäudesanierungen. Nur so lasse sich das gewaltige CO₂-Einsparpotenzial im Wärmemarkt heben. Der Verband begrüßt, dass die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern einen Vorschlag dafür vorgelegt haben, und fordert die Bundesregierung auf, ihn sehr ernsthaft zu prüfen und schnell im Sinne energieeffizienter Gebäude zu handeln.

Um die Klimaziele im Wärmemarkt zu schaffen, brauchen wir dringend eine Modernisierungsoffensive, so der BDEW. Die jetzige Sanierungsrate im Gebäudebestand sei mit 0,8 Prozent beklagenswert niedrig.

Meldung der Rheinischen Post
Meldung des ZIA
Gemeinsame Meldung der Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen
Meldung des BDEW

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