Private Haus- und Grundeigentümer in der Energiewende

Nachgefragt bei Dieter Blümmel (Grundeigentum-Verlag)

Experteninterview des NETZWERK ERDGAS

Ohne eine umfassende energetische Ertüchtigung des Wohngebäudebestandes wird die Energiewende scheitern und ihre klimapolitischen Ziele nicht erreichen. Neben Eigenheimen und großen Wohnungsbeständen sind in Berlin gerade private Mehrfamilienhäuser Gegenstand energie- und klimapolitischer Initiativen. 

Wie dieser sogenannte „Streubesitz“ zielgerichtet anzusprechen und zu klimagerechtem Handeln motiviert werden kann, ist aber bundes- als auch landespolitisch vielfach unklar.

Die Gründe hierfür sind vielfältig:
Zum einen sind die Gebäude überaus heterogen. So reicht die Spannbreite vom denkmalgeschützten Gründerzeitaltbau, über die „kleine Mietskaserne“ bis hin zu Gebäuden aus den 80er und 90er Jahren. Und diese Gebäudetypen haben jeweils spezifische energetische Standards.

Zum anderen ist die Eigentümerstruktur ebenfalls ausdifferenziert. Neben selbst nutzenden Wohnungseigentumsgemeinschaften und nicht vor Ort lebenden Erben werden große Teile des Berliner Altbaubestandes von älteren privaten Eigentümern gehalten. Diesen dienen die Gebäude vielfach als Altersvorsorge. Hieraus ergeben sich spezifische Interessenlagen und Handlungsspielräume, die bis zur altersbedingt eingeschränkten Kreditfähigkeit reichen.


Geschäftsführender Gesellschafter des Grundeigentum-Verlags

 
Bild: privat

Zu politischen Einschätzungen, spezifischen Motivlagen und Handlungsoptionen befragte NETZWERK ERDGAS Dieter Blümmel, der seit Jahrzehnten als das „Sprachrohr“ der Berliner Haus- und Grundeigentümer gilt.

Dabei widmet sich der erste Teil des Interviews bundespolitischen Fragestellungen.
Im zweiten Interviewteil erläutert Blümmel berlinspezifische Aspekte.

Kurzvita Dieter Blümel:

Geb. am 11.6.1948 in Altenbach bei Heidelberg

1967-1974 Studium der Philosophie, Geschichte, Germanistik und Anglistik an der Universität Heidelberg und an der FU Berlin; Abschluss M.A.

1970-1975 als Autor und Redakteur für verschiedene große Tages- und Wochenzeitungen („WELT“, „WELT am SONNTAG“, „Berliner Morgenpost“) tätig.

Ab 1976 Chefredakteur der Zeitschrift „Das Grundeigentum“

Seit 1987 Verleger, seit 1989 geschäftsführender Gesellschafter des Grundeigentum-Verlages in Berlin. 

Herausgeber von drei Fachzeitschriften und Herausgeber und Autor zahlreicher Fachbücher zu Themen aus dem Bereich Immobilien und Hausverwaltung.

Seit über 30 Jahren ehrenamtlicher Sprecher von Haus & Grund Berlin, dem Dachverband der privaten Eigentümer der Hauptstadt.


Grundeigentum-Verlag GmbH

zum Seitenanfang