Erdgas und Solar.

Wer die Heizung modernisieren und Solarwärme nutzen möchte, muss bei der Planung einige Dinge beachten, damit die gewünschten Energieeinsparungen erzielt werden. Vorab sind neben etwaigen Subventionsmöglichkeiten vor allem die bauliche Anforderungen und Gegebenheiten  zu prüfen.

Ob ein Gebäude für die Installation von Solarkollektoren geeignet ist, kann durch einen Experten geprüft werden. Grundsätzlich ist es am vorteilhaftesten, wenn das Dach eine Schräge nach Süden aufweist oder nur um etwa zehn Grad von der optimalen Südausrichtung abweicht. Hat dann das Dach noch eine Neigung von 40 bis 45 Grad, sind die besten Voraussetzungen gegeben, um Solarkollektoren zu installieren. In anderen Fällen bietet sich beispielsweise an, die Kollektoren aufgeständert auf das Flachdach einer Garage zu montieren oder bei günstigen Umständen als Vordach über dem Hauseingang oder der Terrasse anzubringen. Allgemein ist bei Installation auf die Statik der jeweiligen Bauelemente zu achten. Zu vermeiden ist grundsätzlich, dass die Kollektoren verschattet werden.

In vielen Regionen gibt es für die Wohnungswirtschaft unterschiedliche Möglichkeiten der Förderung. So beispielsweise durch die Machbarkeitsstudie „Erdgas+Solar XXL“, in der grundlegende Untersuchungen schon  enthalten sind. Die Studie wird als ein gemeinsames Projekt der Berliner Energieagentur und Gasag unterer der Schirmherrschaft der  Senatsumweltverwaltung durchgeführt.


Richtig modernisieren mit Sonnenenergie:

Der Heizungsmodernisierungsfilm zeigt, wie die Modernisierung eines freistehenden Einfamilienhauses mit Erdgas + Solar durch einen kompetenten Fachhandwerksbetrieb durchgeführt wird. Im Haus waren vor der Modernisierung ein Erdgasanschluss und eine fast 20 Jahre alte Ölheizung vorhanden.

Während der Modernisierung wurde unter anderem der alte Ölkessel demontiert und durch eine kompakte Gas-Brennwert-Solar-Kombination mit integriertem Solar-Warmwasserspeicher ersetzt. Auf das Dach kamen zwei Flachkollektoren mit einer Kollektorfläche von insgesamt 5 m². Diese und weitere notwendige Arbeitsschritte der Heizungsmodernisierung dauerten zusammen etwa 3 Tage.


Vakuum- oder Flachkollektoren

Fällt die Wahl auf das Hausdach, hat der Hauseigentümer die Wahl einer In- oder Aufdachmontage. Ferner muss er sich zwischen Vakuumröhren- oder Flachkollektoren entscheiden. Flachkollektoren sind preiswerter, haben aber einen niedrigeren Wirkungsgrad als Vakuumröhrenkollektoren.

Für einen Vier-Personenhaushalt mit einem durchschnittlichen Warmwasserbedarf von 50 Litern pro Tag und Person reichen sechs Quadratmeter Flach- oder vier Quadratmeter Vakuumröhrenkollektoren aus. Sollte zusätzlich die Raumheizung mit Solarwärme unterstützt werden, vergrößert sich die Kollektorfläche laut Auskunft der "Verbraucherinformation ERDGAS" gemäß den spezifischen Anforderungen des Gebäudes.

Der Fachhandwerker ist Ansprechpartner, um den jeweiligen Bedarf an Solarkollektoren zu ermitteln. Neben den Kollektoren ist auch die Installation des Solarkreislaufs bei der Planung zu beachten.

Sind die Kollektoren auf dem Dach und der Speicher sowie die Zentralheizung, zum Beispiel ein Gas-Brennwertgerät, im Keller, muss der Solarkreislauf diese miteinander verbinden, damit die absorbierte Energie transportiert werden kann. Hier bietet sich zum Beispiel die Installation in bestehenden Versorgungsschächten oder einem stillgelegten Kamin an.

Da Solarwärmeanlagen in Deutschland nicht ausreichend wirtschaftliche Wärme liefern, um damit die komplette Heizung und Warmwasserbereitung zu übernehmen, ist ein zusätzlicher Energieträger, wie zum Beispiel umweltschonendes Erdgas, notwendig.


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