SHK-Kompetenzzentrum Berlin: Fachkräfte für die Energiewende.

Modernes Kompetenzzentrum der SHK-Innung bildet die Handwerker der Zukunft aus

Das besondere Projekt Februar 2019

Um den drohenden Fachkräftemangel im Handwerk im Allgemeinen und dem Bereich für Heizung, Klempner und Klima im Speziellen entgegenzuwirken, hat die SHK Innung ihr Ausbildungszentrum in Berlin vollständig modernisiert und setzt auf moderne Lehrmethoden. Ein Problem aber bleibt: Nicht jeder Azubi hält die Ausbildung bis zum Ende durch.

Die Energiewende und Wärmewende im Gebäudebereich steht vor großen Herausforderungen: Einerseits gibt es deutschlandweit noch Millionen inneffizienter Heizungsanlagen: so verrichten allein in Berliner Kellern noch tausende alter Heizölanlagen ihren Dienst. Andererseits gibt es schon jetzt zu wenige Handwerker*innen, die dafür sorgen, dass alte Anlagen gegen neue, effiziente Anlagen, beispielsweise modernste Gasheizungen, ausgetauscht werden. Und dieser Fachkräftemangel scheint sich zunehmend weiter zu verschärfen. Nach Schätzungen der SHK-Innung werden dem Arbeitsmarkt in wenigen Jahren rund 50.000 Handwerker*innen im Bereich Klima, Lüftung und Heizungsbau fehlen.

Um diese Entwicklung zu durchbrechen und um für ein nachhaltiges Wachstum bei den Zahlen der Auszubildenden zu sorgen, setzt die SHK-Innung auf modernste Ausbildungsmethoden und ein Mitte 2018 eingeweihtes, innovatives Ausbildungszentrum. Das bereits 1997 eröffnete Gebäude wurde dafür vollständig modernisiert, erweitert und so zu einem Kompetenzzentrum entwickelt. In modernsten Ausbildungsräumen, ausgestattet mit einem Spektrum der gängigen am Markt befindlichen technologischen Lösungen, werden theoretische Inhalte mit praxisorientiertem Wissen verbunden.

Auf dem Lehrplan für die angehenden Handwerker*innen stehen hier moderne Heiz-, Speicher- und Hybridtechnik. Aufgrund der Verzahnung von Theorie und Praxis können komplexe Inhalte anschaulich vermittelt und die Kompetenz geschult werden, später technologieoffen beraten und planen zu können.

In modernsten Ausbildungsräumen werden theoretische Inhalte mit praxisorientiertem Wissen verbunden. Foto: Innung SHK Berlin

Aber auch das Thema erneuerbare Energien findet einen angemessenen Stellenwert in der Ausbildung. So ist der Bereich für einige der jungen Auszubildenden noch fremd, aber perspektivisch aus dem Berufsalltag der SHK-Fachkräfte nicht mehr wegzudenken. Daher führt das Kompetenzzentrum die Auszubildenden in einem Erneuerbare-Energien-Labor an die Herausforderungen der Zukunft heran und vermittelt unverzichtbares Wissen.

Das Kompetenzzentrum bietet seinen Auszubildenden auch ein Erneuerbare-Energien-Labor. Foto: Innung SHK Berlin

Rund tausend Auszubildende werden pro Jahr im Kompetenzzentrum betreut. Aber nicht alle der jungen Menschen beenden ihre Ausbildung auch. Hier liegt auch eines der größten Probleme der Handwerksinnung: die viel zu hohe Abbrecherquote. So muss das Matching zwischen Ausbildungsbetrieben und Auszubildenden besser ausgestaltet und hinterfragt werden, was in den Berufsschulen geändert werden muss. In einem Forschungsvorhaben mit der Senatsverwaltung für Arbeit in Berlin analysiert die SHK-Innung derzeit zudem sogar die Gründe der hohen Abbrecherquote und entwickelt Wege, den Auszubildenden noch besser dabei zu helfen, ihre Ausbildung zu einem erfolgreichen Ende zu führen.

Grundsätzlich aber ist die Berliner SHK-Innung gut gerüstet, die Fachkräfte der Zukunft auszubilden: Für den Fortbestand eines traditionellen, doch zukunftsorientierten Handwerks und um die Energiewende im Gebäudebereich in Fahrt zu bringen und wieder zu einer Erfolgsgeschichte zu machen.


Kontakt:

Andreas Koch-Martin
Geschäftsführer SHK-Innung Berlin

az@shk-berlin.de


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