Projekt des Monats:

Gasspeicher in den Tiefen des Berliner Untergrunds.

Unter massiven Ton-, Salz- und Kalkschichten lagern Gasvorräte für Berlin. Ein riesiger natürlicher Speicher - er besteht im Wesentlichen aus porenreichem Sandstein - erstreckt sich unter einem Gebiet westlich des Berliner Olympiastadions und bis in den Grunewald und die anliegenden Gewässer.

 

 

Geschichte des Speichers.

Ursprünglich war der Berliner Erdgasspeicher für die Versorgung West-Berlins geplant. Seit 1992 dient er vor allem dazu, saisonale Verbrauchsschwankungen auszugleichen. In der wärmeren Jahreszeit von Mai bis Oktober wird hochkalorisches Erdgas (H-Gas) über Bohrleitungen etwa 1.000 Meter tief in die Poren des Sandsteins gepresst und eingespeichert. Wenn die Temperaturen sinken und der Bedarf an Erdgas zur Wärmeversorgung steigt, wird es gereinigt und über die Bohrleitungen wieder nach oben transportiert. Auch um Lastspitzen zu kappen, Lieferunterbrechungen aufzufangen, Lastflüsse zu strukturieren oder auch Arbitragegeschäfte zu ermöglichen, ist der Erdgasspeicher wichtig.

 

 

Sicher und umweltverträglich.

Der Poren- oder Aquiferspeicher deckt etwa ein Fünftel des jährlichen Gasverbrauchs Berlins ab, derzeit lagern hier rund 600 Millionen Kubikmeter.

Da er sowohl in einem Landschaftsschutzgebiet als auch in der Nähe von Wohnsiedlungen, Sport- und Erholungsflächen liegt, wurde bei seiner Planung besonderer Wert auf Sicherheit und Umweltverträglichkeit gelegt, etwa durch entsprechende technische Vorrichtungen und die ständige Überwachung durch Spezialisten und Behörden.

 

BES - Berliner Erdgasspeicher GmbH & Co. KG.

Betrieben wird der Speicher von der Gasag-Tochter Berliner Erdgasspeicher GmbH & Co. KG. Über einen Kopplungspunkt ist der Speicher mit dem Teilnetz Berlin der Netzgesellschaft Berlin Brandenburg mbH (NBB) verbunden.

 

 

 

Fotos: BES Berliner Erdgasspeicher GmbH & Co. KG

Ein Projekt der

 

www.berliner-erdgasspeicher.de

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